Toyota Handball Bundesliga: Wir sind dabei!!!!

In einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel hat unser Team den Aufstieg in die Toyota-Handball Bundesliga perfekt gemacht. Die Mannschaft gewann mit einem energischen Schlussspurt mit 29:25 (13:15) beim HC Empor Rostock. Vor rund 1200 Zuschauern behaupteten die Gastgeber in der Rostocker Sandlines Arena lange eine knappe Führung, ehe unser Team in den letzten 18 Minuten das Spiel in den Griff bekam und sich einen Vorsprung herauswerfen konnte. Damit war der erneut Aufstieg in die erste Bundesliga perfekt!  Gratulation an das gesamte Team und ein dickes "Danke" an die Fans!      

Trainer Gerald Oberbeck hatte zunächst lediglich zwölf Spieler in die Mannschaft genommen, vertraute seiner Stammbesetzung. In den ersten Minuten war die Nervosität unserer Akteure  unverkennbar, so scheiterte Nicolas Ivakno frei vom Kreis und auch eine Chance aus der zweiten Welle blieb ungenutzt. Gut vier Minuten dauerte es, ehe Michael Hoffmann per Strafwurf zum 1:0 traf. Die Unsicherheit blieb aber noch im Spiel, insbesondere im Angriff wurden einige Bälle unnötig hergegeben. Im Abschlusstraining hatte Oberbeck noch das Angriffsspiel gegen eine offensive Abwehr üben lassen, doch nach rund zehn Minuten führten die Gastgeber mit 5:3, weil unsere Spieler ihre Mühe mit der Rostocker Abwehr hatten. Dass die Gastgeber nicht zu Gastgeschenken aufgelegt waren, zeigte sich sehr schnell, hinten wurde hart zugepackt, im Angriff entschlossen abgeschlossen auf Rostocker Seite. Unser Team versuchte zwar immer wieder mit Tempo zum Erfolg zu kommen, doch die Gastgeber blieben zunächst am Drücker. Dimitrios Tzimourtos war in unseren Reihen, der immer wieder Akzente setzte. Nach zwölf Minuten schickte Oberbeck Michael Jahns auf das Spielfeld, um dem Angriff mehr Druck zu verleihen. In der 16. Minute gelang der Ausgleich zum 8:8 durch Tzimourtos, doch die Minuten danach gehörten wieder den Rostockern, die mit 10:8 wider vorlegten. Gerald Oberbeck griff in der 18. Minute zur grünen Karte, wollte die Aktionen besser ordnen. Prompt kämpfte sich unsere Mannschaft gegen die offensive Deckung der Rostocker wieder heran. Michael Jahns traf zum 10:10 Ausgleich in der 21. Minute. Die erneute Rostocker Führung glich Michael Hoffmann per Strafwurf aus. Das Spiel blieb hart umkämpft, trotz Unterzahl legte Rostock wieder vor. Zu diesem Zeitpunkt führte Konkurrent Minden in Wilhelmshaven nach 1:5 Rückstand mit 10:7. Es war also klar, ein Sieg musste her. Die Rostocker fassten in der Abwehr weiter hart zu, unsere Spieler mussten sich harter Gegenwehr erwehren. Die Mannschaft rackerte, doch immer wieder fand ein Wurf nicht das anvisierte Ziel, weil Rostocks Keeper Oliver Schröder die Ecke ahnte. Auch Dennis Klockmann parierte jetzt einige Bälle. Torben Ehlers, der das Hinspiel der beiden Mannschaften noch im Rostocker Trikot bestritten hatte, war längst im Spiel, konnte aber ebenfalls keine Akzente setzten. Durch die Patzer in unseren Reihen begünstigt, nutzten die Gastgeber ihre Möglichkeiten und zogen auf 15:13 davon. Das war auch der Halbzeitstand.

„Jimmy“ Tzimourtos gelang mit dem ersten Treffer der zweiten Hälfte der Anschluss zum 14:15. Doch es blieb dabei. Unser Team leistete sich einige unnötige Ballverluste, die die Rostocker zu Gegentoren nutzten. Georgi Nikolov hielt unser Team im Spiel, als er in der 35. Minute zum 16:17 traf. Die Referees sorgten mit einigen zweifelhaften Entscheidungen jetzt für Diskussionen. Dennis Klockmann parierte und im Gegenzug trafen seine Vorderleute zum 17:17. Als dann auch der nächste Rostocker Angriff abgefangen wurde, bejubelte die Spieler und die rund 200 mitgereisten Fans beim 18:17 durch Michael Hoffmann die erste Eintracht-Führung (18:17) seit dem 2:1 in der sechsten Minute. Das Spiel wurde immer härter umkämpft, Rostock glich aus zum 18:18. beide Torhüter steigerten sich jetzt, parierten die Bälle, wie sie kamen. Die erneute Rostocker Führung glich Michael Jahns per Siebenmeter aus. Unser Team hatte sich jetzt in der Defensive besser auf das Kreisläuferspiel der Rostocker eingestellt, Klockmann rückte jetzt zwischen den Pfosten immer mehr in den Mittelpunkt. Im Angriff wurden die Chancen jetzt konsequenter genutzt. Georgi Nikolov und Nicoals Ivakno schossen unser Team bis zur 45. Minute mut 21:19 nach vorne, Grund genug für Rostocks Trainer Holger Schneider, den grünen Karton zu ziehen, um wieder Konzentration in die Reihen seiner Spieler zu bringen. Immer wieder parierte Klockmann jetzt die Rostocker Würfe, so blieb unsere Mannschaft vorne, wurde sicherer und führte in der 46. Minute mit 22:20. Rostock gab sich lange nicht geschlagen, hielt weiter dagegen. Oberbeck hatte in der Pause Leif Anton und Chris Meiser in die Mannschaft geholt, um mehr Alternativen zur Verfügung zu haben. Die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln, markierten jeweils den Anschlusstreffer und glichen in der 54. Minute beim 24:24 erneut aus. Die Spannung war nicht mehr zu überbieten, als Tzimourtos wenig später zum 25:24 traf, stand unser Team knapp fünf Minuten vor Spielende wieder in Liga eins. Michael Jahns sorgte mit dem 26:24 für noch mehr Euphorie im Hildesheimer Fanblock, gut vier Minuten waren da noch zu spielen, die an Dramatik nicht zu überbieten waren. Rostocks Anschluss konterte Michael Qvist mit seinem Tor zum 27:25. Georgi Nikolov erhöhte zum 28:25, eine Minute vor Schluss war der Ball auf unserer Seite und in den Händen unserer Spieler. Gerald Oberbeck nahm die Auszeit. Als Michael Qvist dann acht Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 29:25 traf, hatte die Jubelarie der Eintracht und ihrer Fans längst begonnen.

HC Empor Rostock – Eintracht 25:29 (15:13)

Eintracht: Dennis Klockmann, Marco Stange  – Torben Ehlers, Michael Quist (4), Georgi Nikolov (4), Michael Hoffmann (7/4), Milan Weißbach, Michael Jahns (6/3), Sebastian Roth (1), Dimitrios Tzimourtos (7), Nicolas Ivakno,  Markus Schiech, Chris Meiser, Leif Anton

HC E Rostock: Simon Herold , Oliver Schröder – Michael Bruna (1), Krisztof Gorniak (7), Jens Dethloff (3), Michael Höwt (2), Alexander Ladig (2),  Sasa Todosejevic, Rene Gruszka (2)(), Miroslaw Gudz, Sven Thormann (2),  Rico Göde (5), Maic Sadewasser, Florian Zemlin (1)

Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies aus Magdeburg

Zeitstrafen: Eintracht 1 (Weißbach)  – HCE Rostock 6 (2 xDethloff, Gudz, 3 x Sadewasser)

Siebenmeter: Eintracht 7/7    –   HCE Rostock 2/2

Rote Karten: Maic Sadewasser (Rostock) in der 50. Minute nach der dritten Zeitstrafe

Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4 (11.), 6:5, 7:5, 7:6, 8:6, 8:7, 8:8 (16.), 9:8,  10:8 (Auszeit Eintracht/18.), 10:9, 10:10 (21.), 11:10, 11:11, 12:11, 12:12,  13:12, 13:13, 14:13, 15:13 (Hz.),  15:14, 16:14, 16:15, 17:15, 17:16, 17:17m, 17.18 (39.), 18:18, 19:18, 19:19, 19:20, 19:21 (45./Auszeit Rostock), 20:21, 20:22, 21:22, 21:23, 22:23, 22:24, 23:24, 24:24, 24:25, 24:26, 25:26, 25:27, 25:28, 25:29 (Aufstieg!!)

 

Quelle: www.eintracht-handball.de